"The Illusionist" - ein junger Gin mit Show-Effekt

Was herauskommen kann, wenn ein Zahnarzt und ein Betriebswirt abseits ihrer Metiers tätig werden, beweist dieses Getränk: Als Liebhaber-Produkt entworfen, genießt "The Illusionist" unter Gin-nur-pur-Trinkern den gleichen guten Ruf wie bei Cocktail-Freunden und Barkeepern. Schuld daran ist ein fein abgestimmtes Zusammenspiel von Leidenschaft und Insider-Wissen gekrönt von einem Namen, der hält, was er verspricht...

Mit Herzblut und viel Seele

The Illusionist Team - Tim & MaxFür die Herstellung von "The Illusionist" sind die Gin-Fans Max Muggenthaler und Tim Steglich nicht nur abseits ihrer Berufe gegangen, sondern haben auch eine eigene Brennanlage konzipiert. Deren traditionelles Pot-Still-Verfahren haben sie mehrere Monate lang getestet und so lange weiterentwickelt bzw. verbessert, bis beide das Ergebnis erzielten, von dem sie geträumt hatten: "The Illusionist" - einen Gin, der ebenso verwirrt wie begeistert. Um ihn erfolgreich am Markt platzieren zu können, wurden Muggenthaler und Steglich bereits in den ersten Schritten von Münchens renommierten Barkeepern begleitet.

Attraktiver Blickfang im Bar-Regal

So ist es wohl auch kein Wunder, dass "The Illusionist" als Gin mit außergewöhnlicher Gestaltung daherkommt. Die Flasche aus mattschwarz glänzender Keramik trägt ein rhombenförmiges Etikett mit feinen Jugendstil-Ornamenten und -Schriftzügen. Sie huldigen der großen Ära von Cocktails und Hedonismus, die seinerzeit in Kreationen wie French 75, White Lady und Monkey Gland gipfelte.

Mediterrane Duftmischung

The Illusionist

Wie gut "The Illusionist" geeignet ist, diese Gin-Klassiker nachzuahmen, beweist sich schon beim Öffnen des sorgfältig designten Verschlusses - denn die Flüssigkeit im Inneren der Flasche setzt Aromen frei, die an die Zutaten der genannten Cocktails erinnern: Neben dem Duft nach Wacholderbeeren entfaltet "The Illusionist"-Gin deutliche Noten von Lavendel und Orangenblüten.

Das blaue Wunder

Ganz so detailliert lassen sich die Aromen beim ersten Einschenken aber gar nicht wahrnehmen, denn der olfaktorische Eindruck des Getränks wird von der schier unglaublichen Farbe überlagert, die "The Illusionist" zeigt. Als Gin mit tiefblauer Tönung ist er ein Einzelgänger im Gesamtangebot und besitzt allein optisch einen hohen Wiedererkennungswert. Welche Zutat dafür verantwortlich ist, bleibt ein gut gehütetes Geheimnis der Produzenten. Fest steht nur, dass die Färbung auf eine Infusion des Destillats zurückzuführen ist. Die zugesetzte Blüte lässt "The Illusionist" im Gin-Glas wie Kornblumen-Extrakt leuchten; erinnert aber auch ein wenig an das Aussehen des bereits wahrgenommenen Lavendels.

The Illusionist

 

Kräutergarten im Glas

Geschmacklich ist dieser ebenfalls präsent und wird beim puren Genuss von Wacholder, herber Orange und Kräuteraromen sowie Süßholz- und Angelikawurzel ergänzt. Das raue Gefühl, das "The Illusionist" als Gin ohne Kältefiltration auf der Zunge hinterlässt, verschwindet durch den Zusatz von Eis. On the rocks überwiegen die blumigen Noten von Macis, Rosmarin und Lavendel; das Herbe der Orange wirkt durch die Kälte fruchtig-frisch.

Säurebasiertes Farbenspiel

Damit ist "The Illusionist" ein Gin, der hervorragend mit zitruslastigen Tonics wie 1724 oder Indi & Co. harmoniert. Sie unterstreichen seinen Eigengeschmack auf ebenso charakteristische wie zurückhaltende Weise und sorgen für das perfekte Longdrink-Erlebnis. Ihre eigentliche Wirkung in "The Illusionist" aber ist, dass sie den Gin farblich verändern: Je nachdem, wieviel Tonic Filler hinzugefügt wird, chanchiert die ursprünglich blaue Basis von sattem Pink zu zartem Rosa und verleiht Cocktails ein imposantes Farbenspiel. Ein Effekt, den die Schöpfer von "The Illusionist" bei der Gin-Kreation bewusst eingeplant hatten und durch die Namensgebung mehr als deutlich machen.

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